Kadetten & Junioren Europameisterschaft in Instabul/Turkei

 

Bilge Sahin  gewinnt mit 15:05 gegen Bulgarien
Bilge startet sehr stark mit einem Kick zum Kopf und zwei Punkten. Dies setzte sich fort. Wachsam kontert sie ihre Gegnerin aus und geht nach der ersten Runde mit 9:3 in die Pause. In der nächsten Runde bleibt Bilge gelassen und lässt ihre Gegnerin in ihre Kicks reinlaufen. Sie beendet den Kampf vorzeitig mit einem Technischen KO (15:5).

Es ist großartig , dass Bilge Sahin den ersten Sieg bei der EM errungen hat.
Der NSKBV Vostand ist stolz auf dein Leistung und hoffen, dass Du weiterhin erfolgreich wirst und ein Medaille für Niedersachsen holst.

Bilge hat das Halbfinale souverän mit 13:3 gegen Kroatien gewonnen und steht nun im Halbfinale. Ihr Sieg war überzeugend, und sie zeigt sich in Topform für das entscheidende Duell um den Titel.

Bilge konnte im Halbfinale gegen Griechenland zwar eine Niederlage hinnehmen (Endstand 14:4), dennoch hat sie sich die Bronzemedaille verdient. Es ist erwähnenswert, dass Bilge für die Europameisterschaft in Istanbul von ihrem Sponsor “Next Vision” unterstützt wurde. Diese Unterstützung trug sicherlich zu ihrer Teilnahme und ihrem Erfolg bei der Veranstaltung bei. Bilge zeigte eine beeindruckende Leistung und repräsentierte sowohl sich selbst als auch ihren Sponsor auf bemerkenswerte Weise.

German Open 2022

Einen kompletten Medaillensatz brachten die Kickboxer des NSKBV von den German Open aus Hamburg mit zurück. Insgesamt waren 782 Teilnehmer aus 15 Nationen gemeldet. Alle Sportler/innen  des NSKBV zeigten starke Leistungen, sie haben sich den Platz auf dem Podest verdient“, 3xGold, 3x Silber und zwei Bronze, lobte NSKBV-Präsident Antonino Spatola. Ein ganz besonderen Danke gild an unsere Kampfrichter  Andreas Binnewies /Tatami), Oliver Wagner und Viktor Fröhlich (Rinsport) für ihren Einsatz bei der German Open.

Gold:

Schefner Adrian 81kg  FC (U19)                     AKBT- Munster

Schefner Alexandro  67kg  FC (U17)               AKBT- Munster

Salah Beldzria 60kg Newcomer  K1 U19          AKBC-Wolfsburg

 Silber:

Nasridin Hassouni  63,5kg  FC (Elite)              AKBC-Wolfsburg

Maier Wladislaw 67kg FC (U17)                       AKBT- Munster

Michael Benz 42kg LC (U16)  (Elite)                AKBT- Munster

 Bronze:

Sophie Bieniecki 56kg FC ( Elite)                     Kick Do Wesendorf

Kaled Hassouni 71kg (Elite)                            AKBC-Wolfsburg

 

 

AKBC-Talent Kaled Hassouni wird Europameister

Bei seinem ersten internationalen Einsatz hat sich Kaled Hassouni vom AKBC Wolfsburg gleich den Titel bei den Europameisterschaften geschnappt! In Budva (Montenegro) erreichte der deutsche U19-Meister aus Wolfsburg Platz 1 in der Vollkontaktklasse bis 71 Kilogramm.
Die Leistung des Wolfsburgers soll das nicht schmälern. Im Finale hatte Hassouni klar die Nase vorne gegen Cengiz Avcu (Türkei) . Sein Coach hat bei Hassouni trotz des Debüts auf internationaler Ebene keine Nervosität ausmachen können: „Kaled hat sehr gut gekämpft und mich mit seinem souveränen Auftritt überrascht“, sagte  der Landestrauer und AKBC-Trainer Antonino Spatola.
Für Tony Aldemir lief es im Vollkontakt der U17 bis 54 kg allerdings nicht so erfolgreich wie für seinen Klubkollegen vom AKBC. Für den Wolfsburger war das Turnier bereits nach dem Auftaktkampf beendet. Aldemir unterlag im Viertelfinale dem späteren Bronzemedaillengewinner Ali Jafarov (Aserbaidschan) nach Punkten. Zwei Runden hatte das AKBC-Talent dabei gut mitgehalten. „Leider hat Tony seine Linie nicht halten können und in der dritten Runde einen Minuspunkt kassiert“, so Spatola, der trotzdem ein zufriedenes Fazit zog: „Ich bin sehr froh, dass unser Nachwuchs auch auf diesem Level mithalten kann – und natürlich mit dem Europameister-Titel von Kaled.

Bild:  Kaled Hassouni, Tony Aldemir

 

WAKO-Niedersachsen-Ass Viktor Fröhlich verpasst WM-Titel nur knapp

Bildunterschrift: Die WAKO-Niedersachsen-Asse Fiona Wohlers (von links), Theda de Jong und Viktor Fröhlich bei den Weltmeisterschaften im italienischen Jesolo.

Jesolo. Mit zwei Medaillen kehrten die WAKO-Niedersachsen-Kickboxer von den Weltmeisterschaften in Jesolo (Italien) zurück. Nach Europameisterschaft-Silber 2014 holte Landeskader-Athlet Viktor Fröhlich (Vollkontakt der Männer bis 86 Kilogramm) die Silbermedaille beim Weltturnier. WM-Debütantin und Bundeskader-Sportlerin Fiona Wohlers kehrte mit Bronze in der Frauen-Klasse bis 56 Kilogramm zurück.

Fröhlich, der trotz seines Landeskader-Status der WAKO Niedersachsen für Norwegen startete, erwischte einen starken Einstand in das Turnier. Gegen den Kasachen Madi Toktarov lag der Wolfsburger bis zur Mitte der zweiten Runde hinten, doch dann drehte Fröhlich auf und den Kampf. Der 35 alte Athlet des AKBC Wolfsburg hatte sich im Vorfeld den Titelgewinn als großes Ziel gesetzt und unter Trainer Antonino Spatola nichts unversucht gelassen, diesen Traum zu realisieren.

Durch einen Punktsieg im Halbfinale gegen Sebastian Fapso aus der Slowakei schnappte sich Fröhlich das Finalticket und war weiter in der Spur. Auch im Finale selbst sah es richtig gut für den Niedersachsen aus: Gegen Artem Melnyk, Nummer 1 der Setzliste aus der Ukraine, zeigte der Wolfsburger einen starken Kampf und führte bis in die Schlussrunde hinein auf den Zetteln der Punktrichter. Der Ringrichter zog ihm dann allerdings einen Zähler wegen Haltens ab. „Das ist komplett unüblich in einer dritten Runde im Allgemeinen, und erst recht im Finale einer Weltmeisterschaft“, war WAKO-Niedersachsen-Präsident Spatola angefressen.

Auch Fröhlich konnte sich über Silber nach einem starken Turnier nicht so richtig freuen. Seit Anfang des Jahres hatte er sich komplett auf Jesolo fokussiert und sich unter Spatola in Form gebracht. „Viktor hat alles gegeben, ich hätte ihm seinen ersten WM-Titel von Herzen gegönnt“, sagte der Coach.

Etwas anders verhielt es sich bei Fiona Wohlers. Diese überzeugte zum Auftakt gegen Dea Bolanca, schickte die Kroatin zweimal zu Boden. Damit hatte sie Bronze sicher. Mehr wurde es nicht, Daria Kuvakina, die wegen des Olympia-Banns gegen ihr Heimatland Russland für das Rocket Kickboxing Team antrat, war (noch) eine Nummer zu groß für die Sportlerin des AKBC Wolfsburg. Wohlers verlor im Halbfinale nach Punkten.

Enttäuschend verliefen die Weltmeisterschaften für die dritte WAKO-Niedersachsen-Sportlerin: Nach ihrem Erfolg beim World Cup in Budapest war Theda de Jong mit den höchsten Erwartungen in der Klasse ab 70 kg gestartet und sogar an Position 1 gesetzt. Doch die Vollkontaktlerin verlor gleich ihren Auftaktkampf gegen die spätere Weltmeisterin Ana Bajic aus Kroatien nach Punkten. De Jong, die ebenfalls für den WAKO-Niedersachsen startet, kündigte bereits an, bei den Weltmeisterschaften in zwei Jahren einen neuen Anlauf Richtung Titel zu wagen.

Spatola zog eine insgesamt zufriedene WM-Bilanz: „Für Viktor war definitiv mehr drin, der Punktabzug ärgert ihn und mich sehr. Bei Fiona und Theda bin ich mir sicher, dass sie ihren Weg gehen werden und schon bei den nächsten Weltmeisterschaften ihrem Ziel, dem WM-Titel, ein großes Stück näher sein werden.“

 

 

 

 

Fünfmal Gold: NSKBV e.V.  dominiert deutsche Kickbox-Meisterschaften

Naike Ulrich, Fiona Wohlers, Antonino Spatola, Viktor Fröhlich, Nicolas Piekarski, Kaled Hassouni und Antony Spatola


Der  Landesverband Niedersachsen hat einmal mehr bewiesen, dass er im deutschen Kickboxen zu einem der besten LV (Vollkonkakt)  gehört: Bei den nationalen Meisterschaften des Verbands WAKO Deutschland in Munster haben die NSKBV Kampfsportler mächtig abgeräumt und mit fünf Goldmedaillen die Vollkontakt-Wettbewerbe dominiert.
Einen besonders starken Auftritt hat Nicolas Piekarski in der Männerklasse bis 71 Kilogramm hingelegt. Noch vor wenigen Wochen übte er mit Finalgegner Thomas Müller aus Berlin bei einem Bundeskaderlehrgang – und hatte das Nachsehen. Bei der DM zeigte sich das NSKBV-Ass von einer ganz anderen Seite und dominierte das Geschehen. „Nico war richtig gut drauf und hat mich mit dieser tollen Vorstellung wirklich überrascht“, sagte  Landestrainer Antony und Antonino Spatola.

In der gleichen Gewichtsklasse, aber in der U19, holte auch Kaled Hassouni einen ersten Platz und wusste mit seiner Leistung zu beeindrucken. Weitere Goldmedaillen für den NSKBV sammelten Viktor Fröhlich (Männer bis 81 kg), Fiona Wohlers (Frauen bis 56 kg) und die EM-Bronzemedaillen-Gewinnerin im Boxen, Naike Ulrich (U17 bis 52 kg). Tony Aldemir (U17 bis 57 kg) hatte in seinem Finale gegen Yanis Dogan aus Deggendorf das Nachsehen, bekam aber die Silbermedaille.

Theda de Jong (Frauen über 70 kg), die zuletzt wie Wohlers die Scandinavian Open in Norwegen gewonnen hatte, landete wie Maikel Vottchel (Männer bis 81 kg) auf Platz 3. „Mit der Wertung bei Theda bin ich nicht einverstanden. Eigentlich hätte ihr Halbfinale für sie gewertet werden müssen“, sagte Spatola, der mit dem sportlichen Abschneiden ansonsten zufrieden war: „Es waren sehr viele gute Kämpfe dabei, die fünf ersten Plätze freuen mich natürlich sehr.“

Es war die erste DM seit 2019. Eigentlich hätte die Veranstaltung bereits im Vorjahr beim AKBT Munster stattgefunden, wurde allerdings wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. „Die Veranstaltung mit den Finalkämpfen in einer Abend-Gala war wieder sehr gelungen“, fand Spatola, zugleich Landespräsident der WAKO Niedersachsen. „Vermutlich wegen der Corona-Pandemie war der Zuschauerzuspruch in diesem Jahr leider nicht so hoch wie bei den vergangenen Turnieren.“

Für die meisten NSKBV-Sportler ging es übrigens nicht ausschließlich um nationale Medaillen, sondern auch um die Qualifikation für die WM im Erwachsenenbereich, die vom 15. bis 24. Oktober im italienischen Jesolo stattfinden soll sowie die U19-/U17-Europameisterschaften in Budva (Montenegro) vom 5. bis 14. November. Für die EM hat sich Hassouni in Stellung gebracht, der deutsche Verband schickt allerdings insgesamt nur bis zu fünf Athleten. Für die WM in Italien dürften die  NSKBV-Asse Wohlers, de Jong, Piekarski und Fröhlich nominiert werden. Für die beiden NSKBV-Frauen steht vermutlich vom 16. bis 19. September noch der World Cup in Budapest (Ungarn) auf dem Plan.

 

Landesmeisterschaft abgesagt

Aufgrund dass die Vereine durch die CV 19 Pandemie nicht  trainieren konnten,  wurden zu wenig Meldungen abgegeben, so dass die Landesmeisterschaft am 26.-27.06.2021 nicht durchzuführen ist.

Wir bemühen uns zu einem späteren Zeitraum sie auszurichten.

Absage der DM im Ringsport in Munster 2020

aufgrund der aktuellen Situation CV19 und die Vorgabe der Regierung, liegt die Haftung der Veranstaltung beim Veranstalter/Ausrichter,

wenn es nachfolgend zu gesundheitlichen Problemen bei den Teilnehmer kommt.

In Hinblick auf die Warnungen durch die Regierung über die dramatische CV19-Entwicklung in unserem Lande, und dadurch resultierenden Maßnahmen

z. B. das vorerst im gesamten November der Trainingsbetrieb nicht stattfinden darf und auch aus unserer Verantwortung gegenüber den Sportlern,

hat der Vorstand des NSKBV  mit Absprache der WAKO-D entschieden, die DM 2020 am 12.12.2020 abzusagen und zu einem späterem Zeitpunkt nachzuholen.

 

Landesmeisterschaft 2020 in Timmerlah

AKBC überragt bei Titelkämpfen der WAKO Niedersachsen

 

Es war eine starke Veranstaltung, mit einem Klub, der überragte: Bei den Kickbox-Landesmeisterschaften der WAKO Niedersachsen, die in diesem Jahr das dritte Mal vom TSV Timmerlah ausgerichtet wurden, war der Amateur-Kick-Box-Klub aus Wolfsburg der dominierende Verein.

Viel mehr ging nicht für die Wolfsburger: Der AKBC sammelte in Timmerlah die Titel gleich im Dutzend, holte noch einmal zwei mehr als im schon starken Vorjahr und war wieder erfolgreichster Klub auf Landesebene. Allen voran Kader-Athlet Maikel Vottchel wusste zu überzeugen, wie im Vorjahr sicherte er sich sowohl einen Titel im Leicht- (LK) als auch einen im Vollkontakt (VK). Auch Kader-Athlet Nicolas Piekarski konnte ebenfalls   in  der Gewichtsklasse bis 86kg  überzeugen.

WAKO-Niedersachsen-Präsident Antonino Spatola zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Ein großes Dankeschön an den TSV Timmerlah für die gelungene Ausrichtung, wir hatten einen tollen Rahmen.“ Auch die Leistungen stimmten. Natürlich freute sich Spatola, zugleich Präsident und Trainer des AKBC, über die zwölf Titel seines Heimatvereins: „Das ist eine tolle Zahl, aber alle Athleten haben gute Leistungen gezeigt.“  Der AKBT-Munster war mit 6 Goldemaille  der zweitbeste Verein. 

Die Erst- und die Zweitplatzierten von Timmerlah haben mit ihren Erfolgen theoretisch das Recht erworben, auch bei den deutschen Meisterschaften zu starten, die in diesem Jahr am 13. und 14. Juni in Bad Neustadt an der Saale stattfinden. Welche Athleten der niedersächsische Landesverband melden wird, hängt aber auch von den Erfolgsaussichten auf nationaler Ebene ab. „Da werden wir noch einmal genau hinschauen“, sagt Spatola.

1.Plätze  AKBC Wolfsburg: Noha Hassouni (U13-LK bis 28 Kilogramm), Max Willmann (U13-LK bis 47 kg), David Biedermann (U16-LK bis 42 kg), Tony Aldemir (U16-LK bis 47 kg), Naike Ullrich (U16-LK bis 55 kg), Merle Auweiler (U16-LK bis 60 kg), Kaled Hassouni (U19-LK bis 69 kg), Maikel Vottchel (U19-LK bis 74 kg), Daniel Bohlmann (Männer-LK bis 79 kg), Maikel Vottchel (U19-VK bis 71 kg), Nasridin Hassouni (Männer-VK bis 57 kg), Nico Piekarski (Männer-VK bis 86 kg). AKBT-Munster: Michael  Benz (U13-LK bis 37 Kilogramm), Andrzej Stein (U13-LK bis +47 Kilogramm), Kai Flaum (U16-LK plus 47 Kilogramm), David Waigel (U16-LK bis 69 Kilogramm), Albert Jakobi (Elite Herren-LK bis 69 Kilogramm), Artur Beller (Elite Herren-LK bis 69 Kilogramm). TSV Timmerlah:  Sheyda Suembuel (U16-LK bis 55 Kilogramm).

 2.Plätze  AKBC Wolfsburg: Paul Willmann (U13-LK bis 28 kg),  Artur Willmann (U13-LK bis 37 kg), Issa Majid (U13-LK bis +47 Kilogramm), Mohamed Majid (U16-LK bis 47 Kilogramm), Kilian Schwarz (U16-LK bis 69Kilogramm), Qassim Muhammadi  (Elite Herren-VK bis 71Kilogramm). AKBT-Munster: Daniel Benz (U13-LK bis +47 Kilogramm), Alessandro  Schefner (U16-LK bis 52Kilogramm), Elwin Bagirov (U19-VK bis 71Kilogramm), Pawel Tomczak  (Elite Herren-VK bis 86 Kilogramm). TSV Timmerlah:  Meliese Makartschuk  (U16-LK bis 55 Kilogramm), Louis Mrozek (U13-LK bis 47 kg), Sandra Eva Kopa (U16-LK bis 55 Kilogramm), Niko Sarkisjan (U19-LK bis 55 Kilogramm) Marcel Wnuck Lipinski ( Elite Herren-LK bis 69 Kilogramm. Budo Sportschule Goslar: Emil Morath (U16-LK bis 42Kilogramm), Athanassios Voultsios (U19-LK bis 69Kilogramm). Hammeln: Ulukman Aidarali ( Elite Herren-LK bis 69 Kilogramm).

 

Deutschland Pokal 2019

WAKO Niedersachsen: Ein Pilotprojekt mit Strahlkraft und zwölf Titel beim Deutschland-Cup

Es war eine Veranstaltung mit Strahlkraft: Das Amateur-Kickbox-Team Munster richtete mit Unterstüzung der WAKO Niedersachsen eine der besten Veranstaltungen der vergangenen Jahre aus. Die Veranstalter hatten sich große Gedanken gemacht, die Zukunft des Ringsports in den Mittelpunkt gestellt und wurden belohhnt. Beim Deutschland-Pokal in Munster ging es um das Kickboxen als Ringsport, auch die Leichtkontakler zeigten sich im Ringgeviert und der Gala-Abend vor rund 200 Zuschauern war mit den Vollkontakt-Kämpfen obendrein ein voller Erfolg.

Die WAKO Niedersachsen hat keine Mühen gescheut, um eine Veranstaltung der Extraklasse anzubieten. Die Reaktionen zur Durchführung durch Viktor und Dimitri Hait, die der Landesvorsitzende Antonino Spatola tatkräftig unterstützt hat, waren durchweg positiv. Aus Hamburg erreichte die WAKO Niedersachsen ein Schreiben, in dem es hieß, dass diese mit viel Aufwand betriebene Veranstaltung „dem Ringsport ein wertiges, modernes und exklusives Gesicht gibt“. Verbandspräsident Antonino Spatola sagte: „Es war uns wichtig, dass wir einen wichtigen Schritt nach vorne gehen und auch die Leichtkontakt-Wettkämpfe im Ring präsentieren. Nur so hat unser Sport eine Zukunft.“

Ganz abgesehen von einer Organisation, die ihresgleichen sucht, wurde auch hervorragendes Kickboxen geboten. Die Athleten des heimischen Landesverbands räumten bei dem international besetzten Turnier mit Sportlern aus Dänemark und den Niederlanden besonders ab. Gleich zwölf erste Plätze gingen an die Sportler der WAKO Niedersachsen, die den Deutschland-Pokal damit als bester Landesverband beschließen konnten.

Einen Kampf der Extraklasse lieferten sich Nicolas Piekarski (AKBC Wolfsburg) und Steffen Lueer (Kadgamala). Der junge Wolfsburger nahm dabei dank seines fulminanten Starts Revanche für die Niederlage bei den deutschen Meisterschaften. Insgesamt holte der ausrichtende Landesverband zwölf erste Plätze, sechs davon steuerte der AKBC bei, fünf Gastgeber Munster und einen der VTB Oldenburg mit Fiona Wohlers. Spatola sagte: „Das ist eine insgesamt starke Ausbeute für uns. Gemeinsam mit dem Pilotprojekt, Leichtkontaktler im Ring kämpfen zu lassen, war es eine sehr gelungene Veranstaltung.“ Der Landesverbands-Chef sagte weiter: „Veranstaltungen wie in Munster sind die Zukunft unseres Sports, ich hoffe, dass wir unseren Teil dazu beitragen konnten, dass andere Ausrichter ein Beispiel daran nehmen.“

Für Niedersachsen siegten:

David Biedermann (Jugend-Leichtkontakt B bis 42 kg), Issa Majid (Jugend-Leichtkontakt B bis 47 kg), Kilian Schwarz (Jugend-Leichtkontakt A bis 63 kg), Nasridin Hassouni (Junioren-Vollkontakt bis 54 kg), Maikel Vottchel (Elite-Vollkontakt bis 63,5 kg), Nicolas Piekarski (Elite-Vollkontakt bis 75 kg/alle AKBC Wolfsburg) Milan Arsidinof (Jugend-Leichtkontakt B bis 32 kg), Michael Benz (Jugend-Leichtkontakt B bis 37 kg), Alessandro Schefner (Jugend-Leichtkontakt A bis 52 kg), Adrian Schefner (Junioren-Vollkontakt Newcomer bis 63,5 kg), Justin Epp (Junioren-Vollkontakt Newcomer ab 91 kg/alle AKBT Munster) und Fiona Wohlers (Elite-Vollkontakt Frauen bis 60 kg/VTB Oldenburg).

 

 

World-Cup in Italien

Vottchel gewinnt World-Cup in Italien das war knapp: Maikel Vottchel vom AKBC Wolfsburg hat sich in Rimini nicht nur seinen zweiten World-Cup-Erfolg gesichert, sondern „nebenbei“ noch die weiteren Kickboxer vor einer Glatze bewahrt. Das Team hatte in Italien gewettet, dass es ohne einen Titelgewinn auch ohne Haare nach Hause gehen würde.

Und weil die AKBC-Vollkontaktler Nico Piekarski (Männer bis 75 Kilogramm) und Mohamed Hassouni (Männer bis 71 kg) sowie Jakob Algisch vom VTB Oldenburg (Männer-Vollkontakt bis 86 kg) allesamt frühzeitig ausgeschieden waren, lagen alle Hoffnungen auf Vottchel. Der 18-Jährige, der sich erst zwei Wochen zuvor den deutschen Meistertitel gesichert hatte, traf wie schon bei der DM in Coburg im Vollkontakt-Finale der Junioren bis 63,5 kg auf Reza Rezaei aus Bayern. Und nachdem er vor einem Jahr noch gegen den Bayern verloren hatte, wiederholte der Wolfsburger nun seinen Finalsieg aus Coburg. Vottchel erwischte dabei einen guten Start in den Kampf, diktierte die erste Runde. Im zweiten Durchgang ließ er etwas nach, „aber in der dritten Runde habe ich wieder richtig Gas gegeben“, so der AKBC-Youngster, der damit einem Turniersieg in Österreich zum zweiten Mal bei einem World Cup triumphierte – und damit eben auch seine Teamkollegen vor einer Glatze rettete. Coach Antonino Spatola lobte: „Maikel war insgesamt der bessere Techniker, hat sich diesen 3:0-Punktsieg verdient.“

Für Piekarski und Algisch war bereits im Viertelfinale gegen starke Gegner Schluss, für Hassouni schon im Achtelfinale. „Alle haben super gekämpft, aber es hat halt nicht gereicht“, sagte Antonino Spatola, der das Team in Italien koordinierte. Ihm zur Seite standen als Trainer Antony Spatola und Box-Profi Patrick Wojcicki.

Das Trio Piekarski/Hassouni/Algisch muss sich erst noch an die gesteigerten Anforderungen im Männerbereich, zu dem sie seit diesem Jahr gehören, gewöhnen. Im kommenden Jahr greift dann auch Vottchel bei den Männern an, und müsste bei einer erneuten Glatzen-Wette dann vielleicht wieder auf seine Mitstreiter hoffen.

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